<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>harz.it &#187; dialoghi</title>
	<atom:link href="http://harz.it/category/dialoghi/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://harz.it</link>
	<description>di Stefano Zangrando</description>
	<lastBuildDate>Wed, 02 May 2012 12:50:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Das Unausdrückbare</title>
		<link>http://harz.it/2010/11/24/das-unausdruckbare/</link>
		<comments>http://harz.it/2010/11/24/das-unausdruckbare/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 08:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefano</dc:creator>
				<category><![CDATA[dialoghi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://harz.it/?p=497</guid>
		<description><![CDATA[(Quel che segue è l&#8217;estratto da una conversazione con Nina Schröder apparsa sull&#8217;ultimo numero dell&#8217;annuario «filadrëssa» della casa editrice Raetia dedicato alla traduzione. SZ) Herr Zangrando, Sie sind einer der wenigen literarischen Übersetzer aus Südtirol. Empfinden Sie sich als Vermittler zwischen den Kulturen? Wenn man Komparatist wird, entwickelt man die Rolle des Vermittlers zwischen den Kulturen. Und in meinem Fall war das, natürlich auch aus biografischen Gründen, die Vermittlung zwischen deutscher und italienischer Kultur. Das Übersetzen wurde Ihnen in Bozen gewissermaßen schon in die Wiege gelegt? Meinen ersten Deutschkurs habe ich mit 12 besucht. Aber nein: Bozen war nicht die Wiege. Das Milieu, in dem ich aufgewachsen bin, war italienisch. Sicher gab es die zweisprachigen Schilder rundherum, die Deutschlehrerin usw., aber das war schon alles. Ich muss sagen: Erst in Berlin, also erst in Deutschland, mit 27, habe ich wirklich Deutsch gelernt, als ich tatsächlich in die Sprache und in ihr Milieu abgetaucht bin. Wie sind Sie nach Berlin gekommen? Das waren diese „soggiorni studio e lavoro“ der Provinz, vom italienischen Assessorat finanziert. Zuerst einmal vier Monate. Und das war für mich eine entscheidende Erfahrung. An einem Ort zu leben, wo praktisch alles deutsch ist: die Kultur, das Land. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Note: There is a print link embedded within this post, please visit this post to print it.</p>
<h5 style="text-align: justify;">(Quel che segue è l&#8217;estratto da una conversazione con Nina Schröder apparsa sull&#8217;ultimo numero dell&#8217;annuario «<a href="http://www.raetia.com/index.php?id=1394">filadrëssa</a>» della casa editrice Raetia dedicato alla traduzione. SZ)</h5>
<p style="text-align: justify;"><em>Herr Zangrando, Sie sind einer der wenigen literarischen Übersetzer aus Südtirol. Empfinden Sie sich als Vermittler zwischen den Kulturen?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man Komparatist wird, entwickelt man die Rolle des Vermittlers zwischen den Kulturen. Und in meinem Fall war das, natürlich auch aus biografischen Gründen, die Vermittlung zwischen deutscher und italienischer Kultur.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Übersetzen wurde Ihnen in Bozen gewissermaßen schon in die Wiege gelegt?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Meinen ersten Deutschkurs habe ich mit 12 besucht. Aber nein: Bozen war nicht die Wiege. Das Milieu, in dem ich aufgewachsen bin, war italienisch. Sicher gab es die zweisprachigen Schilder rundherum, die Deutschlehrerin usw., aber das war schon alles.<br />
Ich muss sagen: Erst in Berlin, also erst in Deutschland, mit 27, habe ich wirklich Deutsch gelernt, als ich tatsächlich in die Sprache und in ihr Milieu abgetaucht bin.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wie sind Sie nach Berlin gekommen?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Das waren diese „soggiorni studio e lavoro“ der Provinz, vom italienischen Assessorat finanziert. Zuerst einmal vier Monate. Und das war für mich eine entscheidende Erfahrung. An einem Ort zu leben, wo praktisch alles deutsch ist: die Kultur, das Land. Und dann war es Berlin, und nicht irgendwo in der Provinz. Das hat mich schon gefordert.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Aber wollten Sie damals schon übersetzen, zwischen den Sprachen vermitteln?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nein, zunächst nicht. Nach dem Abitur bin ich nach Trient gezogen und habe angefangen, Literatur zu studieren, nicht Sprachen. Erst in Berlin im Jahr 2000 ist es losgegangen. Und dann haben die Freundschaften begonnen. Und erst dann – genauer gesagt, zur Zeit des Doktorats in den Jahren von 2001 bis 2005 – habe ich wirklich angefangen zu übersetzen. Das war wie das Zusammenwachsen eines Berufs. Ich war ein Liebhaber der Literatur. Ich wollte lesen, Kritiken schreiben – womöglich selber schreiben. Und das Übersetzen gehörte irgendwie dazu.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Haben Sie damals schon Ingo Schulze übersetzt?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ingo Schulze habe ich gleich zu Anfang im Jahr 2000 kennengelernt und langsam sind wir Freunde geworden, sehr gute Freunde. Und im Jahr 2006 – er wusste, dass ich immer wieder Probleme mit Jobs und Geld hatte – hat er gesagt: Probier es doch mal. Vielleicht wirst du sogar mein Übersetzer. Er wollte also, dass ich eine Übersetzungsprobe bei Feltrinelli abliefere, und ich habe das probiert und es hat erstaunlicherweise geklappt. Damals war ich wirklich zum ersten Mal aufgefordert, Literatur zu übersetzen, offiziell sozusagen, mit einem Vertrag und allem Drum und Dran. Ich war schon über 30.</p>
<p style="text-align: justify;">[...]</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Sie sind Südtiroler. Sie hätten doch an sich viel früher die Möglichkeit gehabt, ins Deutsche „einzutauchen“, wie Sie sagen. Sind Sie aber nicht</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube, das liegt daran, dass man in Bozen – vielleicht nicht so sehr in Brixen, Bruneck oder in Meran, aber in Bozen – als Italiener aufwuchs, keineswegs in einem interkulturellen Milieu. Im Hof meiner Mittelschule gab es einen Zaun zwischen uns und den deutschen Mittelschülern. Und diesen Zaun hätte es eigentlich gar nicht gebraucht, denn wir haben zu anderen Zeiten Pause gehabt. Man musste sich also nicht treffen. Natürlich, heute finde ich das dumm, damals fand ich es normal. Ich habe die deutsche Sprache einfach nicht gespürt, nicht eingeatmet. Ich muss zugeben: Als ich nach Berlin gekommen bin, konnte ich nicht besonders gut Deutsch. Aber meine theoretischen Kenntnisse waren besser als bei vielen anderen, die mit mir die Kurse besuchten. Sie hatten vielleicht drei Monate auf der Straße in Deutschland die Sprache gelernt. Und sie haben sofort viel mehr gekonnt als ich. Aber sie wussten nicht, wie ein Satz aufgebaut ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wie viel Schuld daran trägt der Südtiroler Dialekt?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Ich habe jetzt gerade acht Monate beim INPS/NISF im Bozner Büro der staatlichen Versicherungsanstalt gearbeitet und immer, wenn ich mit deutschsprachigen Besuchern zu tun hatte, bemühten sich die Leute, mit mir hochdeutsch zu reden. Gut, manchmal bemühten sie sich auch nicht. Und erst hier beim INPS/NISF habe ich ein bisschen Südtirolerisch gelernt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>War das ein Gewinn?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Es hat mich gefreut. Als ich hierher zurückkam, hatte ich das Gefühl: Ich kenne die Sprache nicht, die hier geredet wird. Und als Italiener in Südtirol ist das umso schlimmer, weil man selbst auch keinen italienischen Dialekt spricht. Damit haben wir in mancher Hinsicht keinen konkreten Urbezug zu den Dingen wie in allen anderen Regionen Italiens. Wir sprechen von Anfang an eine Standardsprache, eine mediale Sprache.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Ist das nicht auf irgendeine verquere Weise wiederum nützlich für einen Übersetzer?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Paradoxerweise könnte das sehr nützlich sein für einen Übersetzer. Das hat mir sogar einmal mein Professor an der Uni gesagt. Es könnte sein, dass das Einfluss auf meine Art zu schreiben hat. Wenn ich italienisch schreibe, bin ich hyperkorrekt. Und das kommt eben daher, dass wir über keinen Dialekt verfügen. Das ist ein ständiges Defizit, wenn man sich mit Italienern aus Rom oder Mailand auseinandersetzt: dass man diese Nuancen nicht hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wird man hier in Südtirol also auch als Italiener in einer gewissen Art von der deutschen Sprache beeinflusst?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ja. Oder zumindest von dem, was man passiv mitbekommt. Aber das sind in Wirklichkeit relativ unfassbare Dinge.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Ist das Übersetzen nicht überhaupt etwas „Unfassbares“?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Bei einem Gedicht – im Extrembeispiel – müsste man den Text in einer neuen Sprache „nachdichten“ und dennoch denselben Text schreiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Ist das nicht im Grunde die Quadratur des Kreises?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Danilo Kis aus Jugoslawien, ein Romancier, ist ein Autor, der mir sehr wichtig ist. Er hat immer wieder auch Gedichte übersetzt, weil er der Meinung war, dass dies der Weg sei, wirklich in die eigene <em>und</em> in die andere Sprache einzutauchen, so tief wie möglich. Ich denke, er hat recht. Man könnte natürlich auch behaupten, dass es unmöglich sei, Gedichte zu übersetzen. Aber Derrida würde sagen: Gerade deswegen ist es nötig! Ich habe selber versucht, Gedichte zu übersetzen. Da kommt man tatsächlich zu dem, was Walter Benjamin meint, wenn er von dem „Wesen der Sprache“ redet. Beim Übersetzen eines Gedichtes hat man wirklich damit zu tun, dass nicht nur die Sprache, ihre Musik und ihre Gleichnisse, ihre Bedeutung übersetzt werden müssen, sondern auch das Unausdrückbare am Gedicht soll mit übersetzt werden. Und genau das ist eben das Problem.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Übersetzen betrifft nicht nur die Sprache, sondern auch das, was die Sprache ohne Worte vermittelt?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Genau. Bei Gedichten etwas stärker als bei Prosatexten. Und wenn man in der eigenen Sprachmusik, mit eigenen Mitteln so etwas ahnen lassen kann, dann ist man vielleicht in der richtigen Richtung unterwegs. Aber das ist natürlich eine unendliche Mühe. Man kennt große Autoren, die lebenslang immer dieselbe Autorin, denselben Autor übersetzt haben. Andrea Zanzotto hat auch jahrelang Hölderlin übersetzt. Immer und immer wieder. Ich habe nichts als meine konkrete Erfahrung. Und es sind erst wenige Jahre, die ich übersetze. Das, was man nicht sagen kann, weil es in dem Gedicht steckt, ohne offensichtlich hineingeschrieben worden zu sein, ist das, was du transportieren musst, indem du es geschehen lässt. In jeder Sprache ist das anders. Das ist die große Herausforderung.</p>
<p style="text-align: justify;">[...]</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Kommen wir noch einmal zurück zu Südtirol. Eigentlich wäre der Ort hier prädestiniert dafür, dass man die beiden unterschiedlichen Denkweisen, die beiden unterschiedlichen Kulturen, die Rhythmen der jeweiligen Sprache begreift. Man könnte hier in das jeweils andere System des Denkens „eintauchen“. De facto passiert es nicht so. De facto passiert das Gegenteil: Hier wachsen kaum gute Übersetzer und Übersetzerinnen heran. Um es einmal pointiert auszudrücken: Eigentlich sind Sie geradezu ein Phänomen, dass Sie zu einem literarischen Übersetzer wurden. Obwohl Sie in Südtirol aufgewachsen sind.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Das habe ich mich hin und wieder auch schon gefragt. Wissen Sie: Immer, wenn ich nach Italien fuhr – seit ich volljährig bin –, fühlte ich mich genauso deplatziert, wie wenn ich nach Deutschland fuhr. In Italien fühlte ich mich zu wenig italienisch, in Deutschland fühlte ich mich sowieso zu wenig deutsch, um mich hier oder dort zu Hause zu fühlen. Und das hat dummerweise nicht einmal dazu geführt, dass ich mich hier, in Südtirol, zu Hause gefühlt habe. Mein eigenes Land, Italien also, hat mir nie wirklich auf meinem Weg geholfen. Wenn ich mich frage: Wie ist es gekommen, dass ich jetzt die deutsche Sprache ebenso sehr liebe wie die italienische, so muss ich antworten: Das liegt daran, dass ich irgendwann in der deutschsprachigen Kultur endlich einmal etwas Wichtiges für mein Leben erlebt habe. Also war für mich Berlin eine Wiedererstehung.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Eine Initiation gewissermaßen?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, tatsächlich. Etwas, was mir im eigenen Land nie wirklich widerfahren ist. Ich wurde in Deutschland auch sehr viel stärker unterstützt und gefördert, als es mir je in Italien widerfahren ist. Jeder hat die Möglichkeit, das zu erleben, überall. Wenn man das aber in einem Ort erlebt, an dem man eine andere Sprache spricht, dann wird es wie eine Wiedergeburt. Im metaphorischen Sinne hat man es dort auch wieder mit einer <em>Muttersprache</em> zu tun. Zur Welt kommen und eine neue Mutter haben. Natürlich ist es eine künstliche Muttersprache. Aber da finden wir uns plötzlich in einer Sprache wieder, die uns die ganze Welt vermittelt, in der wir etwas Wichtiges erlebt haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wenn ich Sie richtig verstehe, fühlen Sie sich an jedem Ort irgendwie „doppelt“: nicht ganz hier und auch nicht dort. Vielleicht ist eine solche doppelte Identität, zumindest ein Stück weit, wichtig für ein gutes Übersetzen?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Sprache ist nicht nur Kommunikation. Da gibt es immer auch das, was wir vorhin das „Unausdrückbare“ genannt haben. Es klingt altmodisch, wenn man sagt: Es geht um das <em>Wesentliche</em>, das, was dem Wesen nahekommt. Vielleicht sollte man immer auch den Mut haben, ein bisschen im Unbestimmten zu verweilen. Denn es gibt eben doch dieses Wesentliche, wenn verkörperte Menschen, wenn wahre Menschen etwas äußern oder etwas ausdrücken wollen. Und je mehr wir danach suchen, desto eher gleitet es uns durch die Finger. Das geht weit über die kommunikative Funktion der Sprache hinaus. Das ist es, was mich am Übersetzen wirklich fasziniert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://harz.it/2010/11/24/das-unausdruckbare/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Intervista per «Scripta manent»</title>
		<link>http://harz.it/2010/06/22/intervista/</link>
		<comments>http://harz.it/2010/06/22/intervista/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 17:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[dialoghi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://harz.it/?p=422</guid>
		<description><![CDATA[L&#8217;intervista che segue, condotta da Cristina Vignocchi, è apparsa in «Scripta manent 2009», l&#8217;ultimo numero dell&#8217;annuario culturale italiano della Provincia Autonoma di Bolzano. Vivendo a cavallo di più realtà, in un certo senso connesse, che ruolo hanno le istituzioni altoatesine nella tua vita professionale? I miei primi due libri, un volume di poesie e uno di racconti, furono pubblicati rispettivamente nel 1998 e nel 2000 dalla sezione editoriale dell’associazione culturale Egolalia diretta da Max Radicioni. Furono i miei primi tentativi letterari, poco più che prove giovanili. All’epoca stavo concludendo gli studi a Trento; poco dopo, per la prima volta andai a Berlino grazie alla formula del “soggiorno studio-lavoro” promossa dalla Provincia; in seguito i miei rapporti con la nuova capitale tedesca e il Trentino si sono stabilizzati e intensificati, procurandomi un ulteriore, salutare allontanamento dai luoghi natii. Tuttavia mamma Provincia si dimostrò molto comprensiva, poiché nel 2005 potei avvalermi di un contributo per la pubblicazione del mio libro finora più ambizioso, “Il libro di Egon”, un romanzo d’iniziazione ambientato proprio a Berlino e apparso presso l’editore milanese Greco &#38; Greco. Finché, nel 2009, sono stato coinvolto dall’Ufficio Giovani come organizzatore culturale per creare un evento complementare al “Cantiere delle parole”, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Note: There is a print link embedded within this post, please visit this post to print it.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>L&#8217;intervista che segue, condotta da Cristina Vignocchi, è apparsa in «<a href="http://www.provincia.bz.it/usp/285.asp?redas=yes&amp;aktuelles_action=4&amp;aktuelles_article_id=331221">Scripta manent 2009</a>», l&#8217;ultimo numero dell&#8217;annuario culturale italiano della Provincia Autonoma di Bolzano.<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vivendo a cavallo di più realtà, in un certo senso connesse, che ruolo hanno le istituzioni altoatesine nella tua vita professionale?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">I miei primi due libri, un volume di poesie e uno di racconti, furono pubblicati rispettivamente nel 1998 e nel 2000 dalla sezione editoriale dell’associazione culturale Egolalia diretta da Max Radicioni. Furono i miei primi tentativi letterari, poco più che prove giovanili. All’epoca stavo concludendo gli studi a Trento; poco dopo, per la prima volta andai a Berlino grazie alla formula del “soggiorno studio-lavoro” promossa dalla Provincia; in seguito i miei rapporti con la nuova capitale tedesca e il Trentino si sono stabilizzati e intensificati, procurandomi un ulteriore, salutare allontanamento dai luoghi natii. Tuttavia mamma Provincia si dimostrò molto comprensiva, poiché nel 2005 potei avvalermi di un contributo per la pubblicazione del mio libro finora più ambizioso, “Il libro di Egon”, un romanzo d’iniziazione ambientato proprio a Berlino e apparso presso l’editore milanese Greco &amp; Greco. Finché, nel 2009, sono stato coinvolto dall’Ufficio Giovani come organizzatore culturale per creare un evento complementare al “Cantiere delle parole”, che abbiamo chiamato “Cantiere on tour”. La prima edizione, una versione pilota, è stata pensata come una specie di festival letterario con incontri itineranti in vari luoghi del centro città. Nonostante i fruitori fossero più adulti che giovani, è andata piuttosto bene; ora cercheremo di pensare le prossime edizioni in relazione a questa utenza diversificata. C’è infine un altro lavoro in corso: assieme a Selma Mahlknecht, scrittrice di madrelingua tedesca e ad Armin Barducci, fumettista, stiamo lavorando a un fumetto liberamente ispirato alla storia locale. È un progetto voluto dall’Assessorato alla Cultura italiana, concordato con gli istituti pedagogici italiano e tedesco e pensato come strumento didattico, certo un po’eccentrico, per i ragazzi dai 13 ai 16 anni di entrambi i gruppi linguistici. È un lavoro su commissione, ma ci stiamo anche divertendo e, personalmente, ne sto traendo spunto per qualcos’altro che vorrei scrivere.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Quindi sei tornato a darti da fare nei tuoi luoghi natii&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Non precisamente. Ho sempre mantenuto una valigia qui, presso la mia famiglia d’origine, dove peraltro si trova ancora una parte considerevole della mia libreria, e nel corso degli anni ho continuato a frequentare Bolzano, soprattutto per motivi di lavoro. La mia è stata più che altro una presa di distanze. Voglio dire che non sono propriamente fuggito, come molti bolzanini di madrelingua italiana con una formazione superiore, ma ho voluto distaccarmi, distanziarmi dal microcosmo della mia infanzia- adolescenza-giovinezza, mosso da una duplice attrazione: verso sud, verso l’italianità, e verso nord, verso quella che potremmo chiamare l’alta tedeschità. Tutto questo per approdare infine alla convinzione che il senso di spaesamento, ai nostri giorni e se vissuto consapevolmente, è una condizione vantaggiosa.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Che cosa intendi dire?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Che oggi, mentre l’ideologia delle piccole patrie e ogni forma di riflusso nazionalistico svelano tutta la loro inadeguatezza rispetto alle sfide del cosiddetto mondo globalizzato, la condizione di chi è sradicato, spaesato, disancorato da un territorio particolare è, nel bene e nel male, una condizione per molti aspetti privilegiata per affrontare e cogliere quello stesso mondo, le sue contraddizioni, le sue difficoltà e le sue opportunità.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Come sei giunto a queste conclusioni?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mah, forse innanzitutto perché, da buon provinciale, ho trovato e coltivato il rapporto con una grande città, nel mio caso Berlino, che è una metropoli più europea e mondiale che tedesca. Anche durante gli anni di studio a Trento, infatti, non posso dire di essermi sentito a casa, tutt’altro. Così, negli anni di dottorato prima e di ricerca poi, alternavo i soggiorni trentini con quelli all’estero, soprattutto in Germania. Il fatto è che come straniero nella grande città mi sentivo più a mio agio, più libero e me stesso, che non in Alto Adige o in Trentino – dove però, d’altra parte, ho sempre trovato maggiori opportunità lavorative che non all’estero. Finché nel 2008, in modo del tutto inaspettato, ho ricevuto un invito all’Accademia delle Arti di Berlino: mi offrivano una borsa di scrittura per tre mesi. Così sono partito per l’ennesimo soggiorno nella capitale cogliendo questa meravigliosa opportunità, di certo superiore ai miei meriti letterari. Poi lo stato di grazia è finito e da allora vivo, come molti, da precario. E il libro che ho scritto in quei mesi non ha ancora un editore. Attualmente sono impegnato su vari fronti: traduco, critico, insegno, organizzo e, quando mi resta il tempo, scrivo le mie cose. Ma soprattutto, siccome queste attività da sole non permettono la sussistenza, faccio lavori che non hanno nessuna attinenza con il mio curriculum: in questo periodo, ad esempio, sono impiegato a tempo determinato nella pubblica amministrazione, in seguito dovrò cercarmi una nuova <em>Brotarbeit</em>, e avanti così. Ma non posso lamentarmi. Ho amici nel resto d’Italia che se la passano peggio. Qui se non altro si sopravvive.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sopravvivere non ti sembra poco?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ma è così, soprattutto in ambito culturale: a me, almeno, pare che l’Alto Adige in questo momento offra agli artisti e ai promotori di cultura nostrani buone possibilità di partenza. Peccato soltanto che poi tutto ciò che prova a librarsi sopra e oltre i confini locali, per qualche ragione va a finir male, viene respinto o ignorato. Si cerca di fare molto, si promuovono molte iniziative, poi però c’è un limite, che non è sempre di qualità: è come trovarsi dentro una voliera, al suo interno si è ben nutriti e mantenuti, ma più in alto di un tot non si può volare, benché oltre le maglie della gabbia il cielo, la vera casa di chi vola, sia lo stesso che si vede nel resto del mondo. Ma forse sono io che adesso volo troppo alto: l’Alto Adige dopotutto è una piccola provincia e, come tale, offre meno opportunità di crescita dei grandi centri, e questo è un fatto che chi si sceglie di vivere qui deve accettare.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Del resto nelle grandi città l’inizio è difficile e selettivo, e le istituzioni sono piuttosto distanti.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ci sono pro e contro. Per quanto mi riguarda, fin da subito ho vissuto la metropoli come una sfida stimolante. Dove si è in pochi è fin troppo facile ottenere ascolto e riconoscimento; dove ci sono altre migliaia che, come e più di te, hanno un talento da proporre e mettere a frutto, il fermento delle idee letteralmente ti accerchia e ti senti spronato a fare del tuo meglio, a confrontarti con chi è più bravo, a imparare qualcosa da ognuno. Poi c’è anche da dire che spesso all’estero, soprattutto a nord delle Alpi, la cultura e le arti vive, non quelle museificate, sono considerate parti costitutive della realtà sociale ed economica, e come tali sono riconosciute, rispettate e promosse. L’Italia invece, che io sappia, non ha una politica culturale di sostegno alle arti, se ne promuove molta di &#8220;canonica&#8221; a livello istituzionale, ma quella nuova e di ricerca trova poco spazio e quasi nessun aiuto. Qui in Alto Adige, grazie a una situazione economica ancora privilegiata e forse anche alla nostra famosa posizione di frontiera, qualcosa di più si può fare. La stessa offerta culturale alla cittadinanza attualmente mi pare molto ampia e variegata, forse persino troppo rispetto ai reali fruitori, comunque in contrasto con il luogo comune per cui &#8220;qui non succede niente&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vorrei tornare per un momento alle origini della tua scrittura, parlando del racconto “Bozen underground” che dà il titolo al tuo primo libro di racconti.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Benché sia l’opera di un principiante, mi piace considerarlo il primo vero racconto che ho scritto; le cose precedenti erano state più che altro un tirocinio, a malapena presentabili. È anche la prima prosa in cui ho dato spazio a una tematica in qualche modo locale, e l’ho fatto cercando di creare un piccolo corto circuito: un giovane bolzanino italiano che, nel corso di un’improbabile avventura notturna, si scopre innamorato del centro storico della città, che è tedesco sotto ogni aspetto. Si tratta, evidentemente, del fatto che il centro di Bolzano è la sua parte più profondamente storica, e l’identità, di una comunità come di un individuo, si forma sulla base di una storia, di un passato. E se ci reputiamo cittadini democratici non possiamo certo dire che la Bolzano novecentesca e fascista offra grandi possibilità di identificazione storica&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Pensi che l’estetica della Bolzano fascista sia brutta? Tecnicamente a me non pare&#8230; E la “tecnica” è ciò che rimane.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Non volevo dire questo, il mio non è un giudizio estetico in senso stretto, ma estetico-esistenziale: si tratta di un’implicazione identitaria, del riconoscersi o meno nello spazio urbano e collettivo. E in questo senso no, la Bolzano d’epoca fascista non mi piace. Mi dà l’idea di una colonia, seppur <em>sui generis,</em> comunque tronfia e appiattita su un tempo breve, privo di spessore e di respiro. L’identità, sempre che averne una sia indispensabile, di solito affonda le sue radici, sempre che averne sia verosimile, in una storia, in una tradizione. In questo senso il giovane protagonista di &#8220;Bozen underground&#8221; va in crisi: perché, in cerca di se stesso com’è, si riconosce improvvisamente nell’unica parte di Bolzano che gli è storicamente estranea, ma che appunto esiste da più tempo e porta su di sé le tracce di questo tempo. È una provocazione, è evidente. Del resto la letteratura non offre risposte alle grandi questioni della vita, dell’amore e della morte, figuriamoci a quelle dell’identità, della <em>Heimat </em>eccetera; la letteratura interroga, demistifica, invoca consapevolezza e senso critico, e lo fa poeticamente.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Su questa scia… Quali temi, per quali lettori, per quale territorio?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Oh, ecco una domanda difficile. Dunque, vediamo… I temi. Posso nominarne tre che mi sono particolarmente cari. Il primo è l’ambiguità della cosiddetta vita e il modo in cui ne siamo dipendenti. Mi spiego. Con la parola vita siamo soliti indicare sia il mero fatto biologico, quello che ci accomuna agli animali e alle piante, sia una o più condizioni esistenziali, come quando diciamo “Così è la vita”, o “Ah, questa sì che è vita!”. Ecco, quello che a me non dà pace è la nostra dipendenza servile da questi concetti e la nostra irrimediabile incapacità di governarli. C’è un racconto di <em>Quando si vive </em>che parla di un trentenne il quale, dopo un inspiegabile incidente, si ritrova a vegetare nel suo monolocale adibito a camera di lungodegenza. Lo scrissi all’epoca del caso Welby, e anche se vi sono trattati anche altri temi, il tema principale è evidente: è vita quella del protagonista? Ha senso, dignità, ragion d’essere? E nello stesso racconto il narratore, un po’ scemotto, a un certo punto dice: perché far figli, concepire, servire la vita? Facciamo dell’altro, una passeggiata, una gita! Oppure, alla fine del <em>Libro di Egon</em> c’è un personaggio più o meno saggio che dice al protagonista: ti svelo una cosa, tienila a mente: Dio è bio. Ecco, in questo piccolo slogan convergono forse la nozione culturale (al suo livello più estremo, quello religioso) e quella biologica della vita, una confusione capace ancora oggi di fare milioni di proseliti, mentre la natura umana va trascolorando nell’artificialità post-umana… Ma approfondire adesso simili questioni è ovviamente impossibile. Secondo tema, in parte connesso al primo: l’immaturità, l’incapacità umana di far tesoro dell’esperienza e, al giorno d’oggi, l’incapacità di invecchiare, di vivere le fasi dell’esistenza per quello che sono, senza anelare idiotamente all’eterna giovinezza. Terzo tema: l’esilio, la mancanza di radici, il già citato spaesamento. Tutti temi, del resto, che ho imparato a riconoscere e affrontare grazie a certi miei maestri, voglio dire romanzieri che per me hanno significato molto, come Milan Kundera e Witold Gombrowicz. Per quali lettori? Mah, ad esempio per tutti quelli che sono interessati a questi temi e al modo narrativo in cui sono trattati. E in ogni caso credo che una buona opera letteraria sia sempre costituita da più livelli di comprensibilità, prestandosi cioè a una fruizione più superficiale, immediata, e a letture più approfondite e incisive dal punto di vista estetico e conoscitivo. Per quale territorio? Nessuno in particolare. La letteratura non ha confini, è sovraterritoriale benché si radichi, attraverso le lingue, in regioni precise del mondo. E oggi questo vale ancor più di un tempo, dell’epoca in cui Goethe invocava una <em>Weltliteratur</em>. Oggi la letteratura mondiale è una realtà, magari un po’caotica e non sempre squisita, ma comunque una realtà. Le concezioni nazionali e locali della letteratura, hanno fatto il loro tempo.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cosa hai pubblicato ultimamente?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Tra febbraio e aprile sono usciti vari saggi, due dei quali di tipo accademico. Il terzo si intitola <em>L’ombra lunga di Socrate</em>, una sorta di apologia dell’arte romanzesca. È la versione italiana, apparsa sull’ultimo numero della rivista “Il cristallo”, di un testo pensato in origine per l’annuario dell’Istituto per le relazioni estere di Stoccarda, che ha raccolto interventi di tutti gli autori europei che, nel 2009, hanno partecipato a un ciclo di incontri letterari presso l’<em>Europäisches Haus</em> di Berlino. Io naturalmente, mi vien da ridere a ripensarci, vi fui chiamato, come mi scrissero dall’Istituto di cultura italiana di Berlino, a “rappresentare il nostro paese”. Fu un onore smisurato, un vero quarto d’ora di gloria!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://harz.it/2010/06/22/intervista/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Intervista a Ingo Schulze</title>
		<link>http://harz.it/2009/12/02/intervista-a-ingo-schulze/</link>
		<comments>http://harz.it/2009/12/02/intervista-a-ingo-schulze/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 20:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[dialoghi]]></category>
		<category><![CDATA[mediazioni]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://harz.it/?p=369</guid>
		<description><![CDATA[Passata l&#8217;ubriacatura delle celebrazioni per l&#8217;anniversario della caduta del Muro di Berlino, anche Ingo Schulze, scrittore-emblema della Germania riunificata, riprende fiato dopo una lunga serie di incontri e interviste &#8211; o meglio, torna a lasciar parlare i propri testi: il Berlin Verlag, l&#8217;editore che pubblica Schulze fin dal suo esordio nel 1995, ha infatti da poco dato alle stampe Was wollen wir? («Cosa vogliamo?»), un volume che raccoglie interventi pubblici e saggi critici degli ultimi anni, tra i quali il discorso tenuto nel 2007 in occasione del Premio letterario della Turingia, che Schulze rifiutò dopo averne criticato la sponsorizzazione privata. Nel libro, ricco di forza progettuale, appare evidente come l&#8217;impegno intellettuale e civile del romanziere Schulze esprima lo slancio inattuale di chi crede ancora che il mondo vada criticato in vista di un miglioramento, e che la letteratura abbia, a suo modo, una parte nell&#8217;impresa. Raggiungiamo Ingo Schulze a Berlino e, approfittando della sua incrollabile gentilezza, lo invitiamo ancora una volta a riflettere sulla cesura del 1989, in modo più diffuso di quanto gli stereotipi mediatici non gli abbiano finora spesso consentito. Più volte lei ha richiamato l&#8217;attenzione sul fatto che le dimostrazioni popolari, e in particolare la «manifestazione del [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Note: There is a print link embedded within this post, please visit this post to print it.</p>
<p style="text-align: justify;">Passata l&#8217;ubriacatura delle celebrazioni per l&#8217;anniversario della caduta del Muro di Berlino, anche Ingo Schulze, scrittore-emblema della Germania riunificata, riprende fiato dopo una lunga serie di incontri e interviste &#8211; o meglio, torna a lasciar parlare i propri testi: il Berlin Verlag, l&#8217;editore che pubblica Schulze fin dal suo esordio nel 1995, ha infatti da poco dato alle stampe <em>Was wollen wir?</em> («Cosa vogliamo?»), un volume che raccoglie interventi pubblici e saggi critici degli ultimi anni, tra i quali il discorso tenuto nel 2007 in occasione del Premio letterario della Turingia, che Schulze rifiutò dopo averne criticato la sponsorizzazione privata. Nel libro, ricco di forza progettuale, appare evidente come l&#8217;impegno intellettuale e civile del romanziere Schulze esprima lo slancio inattuale di chi crede ancora che il mondo vada criticato in vista di un miglioramento, e che la letteratura abbia, a suo modo, una parte nell&#8217;impresa.<br />
Raggiungiamo Ingo Schulze a Berlino e, approfittando della sua incrollabile gentilezza, lo invitiamo ancora una volta a riflettere sulla cesura del 1989, in modo più diffuso di quanto gli stereotipi mediatici non gli abbiano finora spesso consentito.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Più volte lei ha richiamato l&#8217;attenzione sul fatto che le dimostrazioni popolari, e in particolare la «manifestazione del lunedì» a Lipsia il 9 ottobre, furono più importanti della caduta del Muro in sé. Che fine ha fatto l&#8217;eredità del </em>Neues Forum<em>?</em></p>
<p style="text-align: justify;">La caduta del Muro è la punta dell&#8217;iceberg, sono le immagini che hanno fatto il giro del mondo. E naturalmente fu quella la grande cesura. I veri cambiamenti, tuttavia, avvennero prima. Ma di quelli non ci sono praticamente immagini. La rivoluzione pacifica iniziò quando, di lunedì, a Lipsia non si gridò più: «Vogliamo uscire!», ma «Noi restiamo qui!». Il <em>Neues Forum</em> si presentò pubblicamente per la prima volta l&#8217;11 settembre 1989, il giorno dopo l&#8217;apertura delle frontiere ungheresi verso l&#8217;Austria. Nelle intenzioni dei partecipanti, era anche uno spazio di discussione in grado di suscitare riforme. Il <em>Neues Forum</em> si concepiva come un movimento popolare e una piattaforma per l&#8217;opposizione. Nel giro di sei mesi conobbe ascesa e caduta. Nell&#8217;autunno dell&#8217;89 era divenuto la quintessenza dell&#8217;opposizione, ma alle prime elezioni, il 18 marzo 1990, con un misero 2,9 per cento era già diventato una sorta di frangia. In seguito il <em>Neues Forum</em> si unì con i Verdi nel <em>Bündnis 90</em>. Definirne l&#8217;eredità è difficile, perché i protagonisti di allora hanno preso strade diverse. Oggi non li si ritrova soltanto in tutti i partiti; molti di loro si sono ritirati dalla politica. Ma quello che conta per me oggi è l&#8217;esempio che fu dato allora. Spesso si trattava di una manciata di giovani coraggiosi che si riunivano in vari gruppi, e che nei loro incontri crearono strutture capaci, tutt&#8217;a un tratto, di guidare e articolare la protesta di centinaia, migliaia, centinaia di migliaia di persone. Quegli incontri a cadenza regolare furono il presupposto per la nascita delle manifestazioni del lunedì. Il <em>Neues Forum</em> ha il merito di aver espresso alcune istanze fondamentali, come la libertà di opinione e di stampa, la libertà di espatrio, il diritto di fondare partiti indipendenti, libere elezioni. Come tale è un modello cui rifarsi ancor oggi, anche se oggi ovviamente le istanze sarebbero altre.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Lei si è trasferito a Berlino all&#8217;inizio degli anni Novanta, quindi ha vissuto in prima persona la trasformazione della nuova capitale. Cosa è diventata, dal suo punto di vista, la «città del Muro»?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Il bello di Berlino è che qui nessuno ti considera come l&#8217;ultimo arrivato, quello che si è «aggiunto». Moltissimi «berlinesi», o per lo meno la maggior parte delle persone che conosco, si sono trasferiti qui da altre città. E ormai non si distingue quasi più tra Berlino Est e Ovest, si tratta più che altro di quartieri, che sono molto diversi fra loro e cambiano in fretta, anche se &#8211; a parte Mitte, Prenzlauer Berg e Friedrichshain &#8211; sono ben poche le aree nelle quali si mescolano davvero l&#8217;Est e l&#8217;Ovest. Già da due legislature Berlino ha una coalizione «rosso-rossa» (composta da Spd e Linke, ndr), e sebbene nei suoi confronti io abbia parecchio da ridire, non posso non riconoscere che temi e situazioni su cui nel resto della Germania si scatenano ancora aspri dibattiti, qui appartengono già alla normalità.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>All&#8217;inizio degli anni Novanta ha soggiornato a San Pietroburgo. Come ha vissuto in Russia l&#8217;irruzione della nuova epoca?</em></p>
<p style="text-align: justify;">A San Pietroburgo si poteva studiare sul campo, per così dire, il modo in cui una società esplode. La povertà dilagava, soprattutto tra i pensionati. La milizia reclutava collaboratori in cambio di uno stipendio mensile che nel gennaio 1993 ammontava all&#8217;incirca a quaranta marchi, quarantamila lire. Era l&#8217;amaro esempio di quel che accade quando alla libertà non si accompagnano giustizia sociale e stato di diritto. In quell&#8217;epoca in Russia le parole democrazia e libertà divennero insulti, e soltanto così si può spiegare il fenomeno dell&#8217;affermazione di Putin. Ma in San Pietroburgo ho trovato anche una città dove convivevano epoche diverse &#8211; e in quella situazione, come scrittore, mi sono accorto che non avevo bisogno di una mia voce inconfondibile, ma che ogni volta dovevo confrontarmi di nuovo con una materia, un contenuto. Per questo i racconti di <em>33 attimi di felicità</em> (Mondadori 2001), tutti ambientati a San Pietroburgo, sono stilisticamente così diversi fra loro, e vanno dall&#8217;agiografia al dialogo <em>à la</em> Hemingway.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>In un suo articolo apparso in italiano nel 2007 nella rivista «Sud» lei ha scritto: «Il passo decisivo non fu l&#8217;unificazione della Germania il 3 ottobre 1990, ma l&#8217;unione monetaria di tre mesi prima&#8230; Si poteva credere di esser finiti da un mondo di parole a un mondo di cifre».</em></p>
<p style="text-align: justify;">Quella naturalmente era solo l&#8217;impressione di superficie. Io stesso, quando fondai assieme ad altri un giornale, sperimentai in prima persona il fatto che avremmo potuto scrivere solo finché il giornale si fosse venduto. All&#8217;improvviso il metro per redigere i nostri articoli non era più la loro importanza e necessità ai nostri occhi, bensì il fatto che il giornale si vendesse o no. A chi è cresciuto nell&#8217;Ovest sembrerà certo ingenuo, ma per chi fino a quel momento non si era mai interessato ai soldi era qualcosa che lasciava il segno. Mi ci è voluto molto tempo per capire che ovviamente anche il capitalismo si basa su una metafisica, che non è uno stato di natura, bensì poggia su regole e accordi che a loro volta originano da determinati interessi e rapporti di forza.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Il ruolo dell&#8217;intellettuale nella Germania dell&#8217;Est era davvero molto più influente di quanto non sia oggi?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dipende da come si agisce oggi. Direi piuttosto: come intellettuali, prima del 1989 era più facile esprimersi rispetto ai contenuti, perché il confronto era prevalentemente di carattere politico. La guerra fredda calamitava ogni parola e la immetteva nel confronto pubblico, che si volesse o no. E nell&#8217;Est, naturalmente, il fenomeno era estremo. Oggi bisogna «immischiarsi» con un discorso economico, perché ormai i politici si concepiscono soltanto come manager, convinti come sono, a torto, che i nostri problemi si risolvano con la «crescita». Questo concetto rimbecillente della «crescita» distoglie la popolazione dal fatto che i guadagni vengono privatizzati, mentre vengono socializzate le perdite. Si tratta dunque di porre le domande giuste, quelle fondamentali. Affidarsi unicamente ai cosiddetti esperti è pericoloso, poiché solo in rari casi hanno la capacità di guardare oltre il proprio naso o di mettere in discussione il proprio punto di vista. E inoltre bisogna anche sempre vedere da chi sono pagati. Fu un&#8217;esperienza che già facemmo nell&#8217;Est e che purtroppo si è ripetuta nell&#8217;Ovest: diffidate degli esperti! Li riconoscerete dal linguaggio. A questo proposito, di recente in Germania è stata approvata la cosiddetta «legge per l&#8217;accelerazione della crescita». La prima volta che ho sentito questa espressione ho creduto che fosse l&#8217;invenzione di un comico che si era preso gioco dell&#8217;irrazionalità della politica. Invece era proprio il reality show della nostra politica. Non si decreta solo la crescita, ma anche la sua accelerazione! Si sono raggiunti livelli incredibili di assurdità: invece di discutere su come distribuire diversamente lavoro e profitto, la politica ci conduce a bandiere spiegate verso la prossima crisi.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Da poco è uscito in Germania un suo volume di saggi dove tratta questi temi, e intanto si dedica sempre più alla critica del linguaggio. Ma in passato ha già affrontato simili problemi attraverso la letteratura.</em></p>
<p style="text-align: justify;">O almeno ci ho provato. <em>Vite nuove</em> è anche la storia di un manipolo di entusiasti che fondano un giornale per accompagnare la democratizzazione nell&#8217;Est &#8211; e alla fine hanno in mano un giornale di annunci ad alta tiratura nel quale la cronaca della visita del principe ereditario precede la visita medesima, e il protagonista deve fare tutto il possibile affinché la realtà si conformi al suo articolo. Il suo consigliere, che odora di zolfo, ritiene questo scrupolo del tutto superfluo. Ciò che conta è quel che è scritto nel giornale. È proprio qui, nel mondo dei media, che la fusione di economia e politica è divenuta un pericolo quotidiano. In <em>Adam e Evelyn</em> ho cercato invece di descrivere il passaggio epocale tra il 1989 e il 1990 anche come il transito da un modo all&#8217;altro di intendere il lavoro. Nell&#8217;est, dove praticamente non veniva licenziato nessuno, si era relativamente liberi sul lavoro, ma non nella società. Nell&#8217;Ovest al contrario si è uomini liberi al di fuori del lavoro, ma non dentro l&#8217;azienda. Naturalmente mi interessava anche sviluppare uno sguardo sull&#8217;Ovest dall&#8217;esterno: alla fine Evelyn dice che sarebbe assurdo se adesso nell&#8217;Ovest tutto andasse avanti come prima, è convinta che dopo la fine della guerra fredda ci si occuperà finalmente dei problemi veri.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>In </em>Adam e Evelyn<em> non solo si sviluppano continue variazioni sul mito di Adamo ed Eva, ma vengono affrontate con grande levità anche le grandi questioni politiche. Del resto, le questioni originarie dell&#8217;umanità &#8211; cosa è il peccato, quanto conta la conoscenza &#8211; hanno sempre anche una dimensione politica concreta.</em></p>
<p style="text-align: justify;">In effetti, quello che mi premeva era raccontare ancora una volta il passaggio epocale degli anni 1989 e &#8217;90 nel modo più semplice, più discreto possibile. L&#8217;unico elemento di rottura doveva essere lo slittamento della prospettiva narrativa da <em>Adam a Evelyn</em>. E il mito mi ha offerto grandi spunti: senza di esso, per esempio, Michael, l&#8217;antagonista di Adam, non sarebbe stato un citologo la cui ricerca mira all&#8217;abolizione della morte.</p>
<p style="text-align: justify;">N<em>el libro la fotografia ha un ruolo centrale: la storia di </em>Adam ed Evelyn<em> infatti inizia con la creazione, vista come una scena dentro una camera oscura. Ce ne vuole parlare?</em></p>
<p style="text-align: justify;">La fotografia è stata il punto di partenza del romanzo. Mi sono chiesto in quali situazioni ci facciamo fotografare volentieri, e in quali no, e ho pensato ai profughi, alla differenza che si crea tra quelli che sono riusciti a portare in salvo i propri album fotografici e chi non ha più nessuna foto con sé. Non a caso, la trama del libro va dalla creazione fino al momento in cui <em>Adam e Evelyn</em> ricompongono le foto strappate che hanno trovato nel loro appartamento razziato. Adam dà alle fiamme proprio le foto con cui avrebbe dovuto candidarsi per un posto di lavoro. Non vuole che la propria arte diventi un mero affare, che si commercializzi. E tutto finisce con una polaroid.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">(<em>Intervista apparsa su «il manifesto» di martedì 1 dicembre 2009, p. 11</em>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://harz.it/2009/12/02/intervista-a-ingo-schulze/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

